Kölner Wappen     Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt 
Rubrik zugehörige Themenseiten Detail-Themenseiten Anhang


Kölner Stadtgeschichte

mit

Kölns geschichtlichen Epochen (Römerzeit/Mittelalter/Neuzeit)
und

Datensammlung zur Kölner Geschichte

und die Kölschen




überarbeitet: Nov. 2015
Das Römische Köln    
Köln zur Römerzeit 
(CCAA)
- Antike Geschichte
(Datensammlung)

Das MittelalterlichesKöln  
Köln 
(Cöllen) im Mittelalter
-
Das Neuzeitliches Köln 
Köln heute
Historische Persönlichkeiten
der Kölner Stadtgeschichte
 
Große Veranstaltungen und Ereignisse
in Köln

Kölner Weihnachtsmärkte
Rubrik des privaten Web-Informations-Projekts "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt".  Dieses private Web-Projekt verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen!



Kölner Stadtgeschichte mit Kölns geschichtlichen Epochen und die Kölschen
 
 Kölner Stadtprofil - Überblick zur Geschichte Kölns - Die Kölschen - Geschichtsdaten Kölns

0. Inhalt

1.   Kölner Stadtprofil
2.   Überblick zur Geschichte und politischen Entwicklung Kölns
3    Statistische
Daten
      mit Einwohner- und Flächenentwicklung
4.   Die Kölschen und ihre Lebensart
4.1 Köln - eine multikulturelle Millionenstadt
5 .  Tourismus/Sehenswürdigkeiten
D.  Datensammlung: Wichtigste Geschichtsdaten Kölns


Eines der kölschen Gesetze:
Jede Jeck is anders! oder wie es auf einer Demo gegen Fremdenfeindlichkeit mal entdeckt wurde: Jede Jeck is von woanders!
Diese kölsche Verhaltensregel ist eine Art Bekenntniss zu Toleranz und Nachsicht dem anderen gegenüber und auch Toleranz gegenüber Fremden (Flüchtlingen).
Köln/Aktion Arsch huh
Aufruf zur Demonstration und Kundgebung 
"Gegen Gewalt, Rassismus und Neonazis –  Für ein buntes und tolerantes Köln"
am 05.01.2015 (Auf Bild klicken!)

Köln/Berlikte Köln 2015
Multikulturellen Fest "Birlikte" (= Zusammenstehen) 14.06.2015
in Köln-Mülheim im Umfeld der Keupstraße
(Quelle: http://birlikte.info/)


1. Kölner Stadtprofil

Die Rheinmetropole Köln ist eine Stadt mit einer über 2000-jährigen Geschichte. Köln war
Die Rheinmetropole Köln war und ist mithin in allen historischen Epochen eine sehr bedeutende Stadt. Hiermit weist die Kölner Stadtgeschichte ein Merkmal unter den deutschen Großstädten auf, das kaum eine andere Großstadt aufweisen kann. Ein Alleinstellungmerkmal sogar für Europa ist, dass das Köln heute vom gleichen Ort aus regiert und verwaltet wird wie das römische Köln vor 2000 Jahren und wie in der mittelalterlichen und preußischen Epoche danach. Das heutige Kölner Rathaus steht seit dem Mittelalter am Ort des Praetoriums, dem Palast des Statthalters der römischen Provinz Germania Inferior ab dem 1. Jhdt  n. Chr. und später im frühen Mittelalter der fränkischen Könige. Die Ruinen des Praetoriums können unter dem Rathaus besichtigt werden. Köln hatte das älteste Stadtsiegel Europas und das erste Rathaus in Deutschland, das früheste Grundbuchwesen im Form der sogenannten Schreinsbücher (benannt nach der Lagerung der Urkunden in Behältern, "Schreinen"genannt) und die erste bürgerliche Universität Deutschlands (1388).

Ferner sind nur wenige deutsche Großstädte noch heute im Stadtbild so geprägt von ihrer Geschichte wie Köln von seiner 2000-jährigen Geschichte und seiner Funktion als Festungsstadt. Zu dieser Prägung gehören
Die Trassen der innerstädtischen römischen Nord-Süd-Achse ("Cardo Maximus") und der Ost-West-Achse ("Decumanus Maximus") sind im heutigen Köln mit dem Verlauf von zwei der wichtigsten Einkaufsstraßen in der Innenstadt - Hohe Straße/Hohe Pforte und Schildergasse - noch zu erkennen. Ebenso sind dieTrassen der römischen Fernstraßen mit dem Verlauf von Neußer Straße (nach Norden), der Aachener Straße (nach Westen), der Luxemburger Straße (nach Südwesten) und der Bonner Straße (nach Süden) nachzuvollziehen. Das Rathaus steht - wie schon erwähnt - über dem Praetorium, dem Sitz des römischen Statthalters und heute eine der wichtigsten archäologischen Ausgrabungen der Stadt. Die Romanische Kirche St. Maria im Kapitol steht auf dem antiken Kapitolshügel der römischen Colonia und die Romanische Kirche Groß St. Martin steht über den Fundamenten eines der vor der römischen Stadtmauer errichteten römischen Lagerhäuser (2. Jhdt.). Der Verlauf der großen mittelalterlichen Stadtmauer ist in der Trasse der heutigen kölntypischen halbkreisförmigen Ringstraße vom Ubier-Ring, dem südlichen Ende am Rhein, bis zum Theodor-Heuß-Ring, dem nördlichen Ende am Rhein, noch zu erkennen. Im 13. Jahrhundert wurden nicht nur der historische Stadtkern sondern auch die davor liegenden Klöster und Stiftskirchen und ihre Umgebung von dieser mittelalterlichen Stadtmauer umschlossen. Die Mauer (entlang der heutigen Ringstraße) bildete bis zum 19. Jahrhundert die Grenze des Kölner Stadtgebiets. Und schließlich dokumentieren der Innere Grüngürtel am linksrheinischen Rande der Kölner Innenstadt und der Äußere Grüngürtel am linksrheinischen Rand der Stadt die Lage der preußischen Festungsringe des 19. Jhdt..

Die heutige Millionenstadt Köln (2011: 1 013 700 Einwohner) besteht aus 9 Stadtbezirken mit jeweils mehreren Stadtteilen (insges. 86): zentraler Stadtbezirk Innenstadt sowie Stadtbezirke ChorweilerNippes, Ehrenfeld, Lindenthal und Rodenkirchen linksrheinisch und Stadtbezirke Mülheim, Kalk und Porz rechtsrheinisch. Der zentrale Stadtbezirk Innenstadt umfasst das Gebiet innerhalb der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer und das im 19. Jhdt. davor angelegte Gebiet der Neustadt. Zum Stadtbezirk Innenstadt gehören die Stadtteile Altstadt/Nord und Altstadt/Süd (also der mittelalterlicher Stadtkern) und Neustadt/Nord und Neustadt/Süd linksrheinisch sowie Deutz rechtsrheinisch mit einer Gesamtfläche von 16,4 qkm und ca. 127 000 Einwohner. Ungeachtet dieser amtlichen Einteilung gibt es in den Kölner Stadtteilen etliche sog. "Veedel" (Stadtviertel), die ein jeweiliges bestimmtes Lebensumfeld darstellen und für das heutige Alltagsleben der Kölner eine große Rollle spielen.

In der langen Geschichte Kölns entwickelte sich auch der Name der Stadt weiter. Die Römer nannten
das um 19. v. Chr. gegründete Oppidum Ubiorum mit der Verleihung des Status einer Stadt römischen Rechts (50 n. Chr.) fortan Colonia Claudia Ara Agrippinensium (abgekürzt: CCAA) und später offenbar nur noch Agrippina. Die nachfolgenden Franken nannten sie wohl schlicht Colonia. Hieraus entwickelten sich im Mittelalter die Bezeichnungen Coellen und Coeln (am Rhein) bzw. lateinisch Colonia Agrippina sowie in der Neuzeit Cöln - ab 1919 mit der heutigen Schreibweise Köln - (auf Kölsch: Kölle). Die Rheinmetropole ist eine der wenigen deutschen Städte, die in vielen Sprachen für den Stadtnamen Köln eine eigene Bezeichnung aufweist (zumeist aus dem römischen Colonia abgeleitet), so in Italien und Spanien Colonia, in Portugal Colônia, in Frankreich Cologne, im englischsprachigenen Raum Cologne, in der Türkei Kolonya und in den Niederlanden Keulen.

1.1 Die geschichtlichen Epochen Kölns

Historisch und kulturell  kann man
- grob gegliedert -
die Stadtgeschichte Kölns in drei geschichtlichen Epochen aufteilen:
Diese geschichtlichen Epochen Kölns werden in den nachfolgend genannten drei Themen-Seiten der Rubrik "Kölner Geschichte" dieses Internetauftritts näher beschrieben:

Römisches Köln
                                                                          
um 19 v. Chr. -  um 455 n. Chr.
ab 50 n. Chr. Status einer Colonia (Stadt römischen Rechts)
ab um 90 n. Chr. römische Provinzhauptstadt
zeitweise Kaiserresidenz
Mittelalterliches Köln um 455 - um 1500

mit mittelalterlichen Strukturen bis in die frühe Neuzeit (1794)
um 460 - 8. Jhdt. Residenzstadt der Franken
953 - 1288 Residenzstadt des Kurfürstentum Köln
ab 1288 de facto und ab 1475 bis 1794 de jure Freie Reichsstadt
Neuzeitliches Köln - Köln heute
ab um 1500
1794 - 1814 Stadt mit französischer Besatzung
1815 - 1918 preußische Festungsstadt
ab 1918 republikanische Stadt, aktuell größte Stadt in NRW und viertgrößte in der BRD

In einer weiteren Themen-Seite
werden einige wichtige Kölner Persönlichkeiten dieser 3 Epochen mit Geburtsort Köln bzw. Bezug zu Köln vorgestellt. Ferner enthält diese Rubrik noch die Themen-Seiten Ereignisse und große Veranstaltungen in Köln und Kölner Weihnachtsmärkte.

 
 

Objekte aus den historischen Epochen Kölns werden in diesen
gezeigt:
 

 Römisch-Germanisches Museum
demnächst (ab ca. 2019)
  "Archäologische Zone/Jüdisches Museum" (Museum "Miqua")
archäologische Exponate der Antike aus Köln und dem Rheinland
von der Urgeschichte bis zum frühen Mittelalter
Ausgrabungen und Fundstücke von der Römerzeit bis zur frühen Neuzeit
 Kölnisches Stadtmuseum

Exponate aus der Geschichte der Stadt Köln vom Mittelalter bis heute

Museum Schnütgen Sammlung vorwiegend kirchlischer Kunst des Mittelalters (bis zur frühen Neuzeit)


In einem in der Entstehung befindlichen Werk "Geschichte der Stadt Köln", herausgegeben von der Historischen Gesellschaft Köln e. V. und erschienen im Greven-Verlag, mit insges. geplanten 13 Bänden wird die Geschichte der Rheinmetropole Köln in den 13 Bänden feiner gegliedert:

1   Köln in römischer Zeit/Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum  - fertig (über Greven-Verlag zu beziehen) -
2   Köln im Frühmittelalter Mitte 5. Jhdt. - 1075/Von der fränkischen Epoche zur erzbischöflichen Herrschaft
3   Köln im Hochmittelalter 1074/75 -1288/Entstehung und Aufstieg der bürgerschaftlichen Stadt - fertig (über Greven-Verlag zu beziehen) -
4   Köln im Spätmittelalter 1288 - 1513
5   Köln im Zeitalter von Reformationen und Katholischer Reform  1513 - 1610
6   Köln in einem eisernen Zeitalter 1610 - 1686 - fertig (über Greven-Verlag zu beziehen) -
7   Köln im 18. Jhdt.  1686 - 1794
8   Köln von der französischen zur preußischen Herrschaft 1794 - 1815  - fertig (über Greven-Verlag zu beziehen) -
9   Köln in preußischer Zeit 1815 - 1871- fertig (über Greven-Verlag zu beziehen) -
10 Köln im Kaiserreich 1871 - 1918
11 Köln in der Weimarer Zeit 1918 - 1933/Kriegsfolgen, Aufbau, Wirtschaftskrise
12 Köln in der Zeit des Nationalsozialismus 1933 - 1945  - fertig (über Greven-Verlag zu beziehen) -
13 Köln seit 1945

1.2
Merkmale der Rheinmetropole und Millionenstadt Köln *

Merkmale Kölns

Köln, eine historisch bedeutende Stadt mit einer über 2000-jährigen Geschichte (seit um 19 v. Chr.) Kultumetropole und Kunststadt Köln Medien-Metropole und ein Zentrum der Kreativwirtschaft
Stadt mit bedeutenden profanen und kirchlichen Bauwerken bedeutender Produktions- und Industrie-Standort
- Auto-Stadt und  Chemie-Stadt
Messe- und Kongress-Stadt Köln
bedeutendes Verkehrskreuz -  das  "Verkehrskreuz des Westens" - europäisches Logistikzentrum
Handelsmetropole - ein Merkmal also, das schon im frühen Mittelalter begründet worden ist - 
Stadt der Wissenschaft (wie schon im Mittelalter) und Forschung
- Hochschul-Stadt

Wirtschaftszentrum bedeutendes Zentrum der Kredit-/Versicherungs-Branchen
- Versicherungs-Stadt
Zentrum des Dienstleistungs-Gewerbes Zentrum der Informations- und Kommunikations- Technologie

bedeutendes Luft- und Raumfahrt-Kompetenz-Zentrum Köln
Sitz des Metropolitan-Bistums der Kirchenprovinz Köln der katholischen Kirche (wie schon seit dem frühen Mittelalter) Karneval-Metropole Einkaufs-Stadt und Stadt zum Feiern
Weihnachtsmarkt-Stadt Nr. 1



und internationales Tourismus-Ziel, Sportstadt und Stadt der Grünanlagen

* Siehe auch unter Merkmale der neuzeitlichen Rheinmetropole und Millionenstadt Köln in der Themen-Seite "Das Neuzeitliches Köln".

Weltbekannt und weltberühmt ist das Wahrzeichen der Stadt, der Kölner Dom. Der Dom wird ebenso wie die Romanischen Kirchen Kölns auf Detail-Seiten zum Thema Kölner Bauwerke beschrieben. Köln gilt und versteht sich aber auch und als Sportstadt mit u. a. den beiden von den Kölner "heiß geliebten" großen Clubs 1. FC Köln (Fußball) und KEC - die Kölner Haie (Eishockey).

Köln wird von seinen Bewohnern und den vielen Besuchern geschätzt wegen der vielfältigen Kultur-Szene mit den zahlreichen zum Teil bedeutenden kulturellen Einrichtungen, als Stadt zum Ausgehen, Feiern und Einkaufen und als bunte multikulturelle Stadt mit überwiegend aufgeschlossenen begeisterungsfähigen Menschen. Köln ist eine Stadt mit vielen Veranstaltungen u. a. in der Kölner Philharmonie, im Kölner Opernhaus und im Kölner Schauspielhaus, in der riesigen Kölnarena (jetzt leider Lanxess-Arena genannt), im Kölner Stadion und in der Musical-Stätte am Dom ("Blaues Zelt"), die von Mitte 2012 bis Mitte 2015 vorübergehend Opernhaus-Ersatzspielstätte war und demnächst einen Nachfolger im sog. "Staatenhaus" im rechtsrheinischen Köln erhalten wird, sowie mit einer breitgefächerten Kneipen-Kultur mit zahlreichen Brauhäusern in der Innenstadt und den unzähligen Veedel-Kneipen in den Stadtviertel (wie z. B. in der Kölner Südstadt, in Köln-Nippes und Köln-Ehrenfeld und vielen anderen).


Kölner Panorama (Altstadt/linksrheinisch):
 Kölner Panorama
Kölner Panorama .
Kölner Panorama
von Poller Wiesen aus
Kölner Panorama
von Poller Wiesen aus
Kölner Panorama mit Dom
om Rhein-Ufer Köln-Poll (rrh.) aus
Kölner Panorama
von Severinsbrücke aus
Kölner Panorama/Dom und Groß St. Martin
von Severinsbrücke aus
Kölner Panorama/Dom und Groß St. Martin
vom Rhein-Ufer Köln-Deutz (rrh.) aus
Kölner Panorama/Groß St. Martin und Dom
von Deutzer Brücke aus
Kölner Panorama mit Dom
von Deutzer Brücke aus
Kölner Panorama/Schokoladen-Museum
Schokoladenmuseum
Kölner Panorama
Abend-Panorama von Köln-Deutz aus
 von Köln-Deutz (rrh.) aus
Kölner Panorama/Hohenzollernbrücke
Hohenzollernbrücke
Kölner Panorama/Hohenzollernbrücke
Hohenzollernbrücke
Kölner Panorama
vom Köln-Triangle-Turm (in Köln-Deutz)
vom Rhein-Boulevard in Köln-Deutz aus
Kölner Panorama
vom Rhein-Boulevard (in Köln-Deutz) aus
Kölner Panorama
von Norden (Nähe Zoobrücke) aus
Kölner Panorama
  Kranhäuser von Deutzer Brücke aus
Kölner Panorama
Groß St. Martin
Kölner Panorama
Groß St. Martin
Kölner Panorama/Dom und Museum Ludwig
Ende des Fußwegs Deutz - Zentrum (über Hohenzollernbrücke

Kölner Panorama (Deutz/rechtsrheinisch):
Kölner Panorama/Deutz
vom Rheingarten (lrh.) aus
Kölner Panorama/Deutz
      Alt St. Heribert          Lanxess-Turm
Kölner Panorama/Messeturm rrh.
Historische Messsehallen (heute: RTL-Sendezentrum)
Kölner Panorama/Rhein Kölner Panorama/Rhein
Kölner Panorama/Deutz mit Freitreppe am Rhein
Rheintreppe am Rheinboulevard
Kölner Panorama/Deutz mit Freitreppe am Rhein


 
Informationen und Fotos über Bauwerke und Fundstellen der Epochen Kölns siehe auch Themen-Seiten Kölner Bauwerke  und Kölner Denkmäler

                                                 
2. Überblick zur Geschichte und politischen Entwicklung Kölns

Mit der Kölner Stadtgeschichte und deren historischen Erforschung beschäftigen sich u. a. der Kölnische Geschichtsverein (Zitat: "
Der Kölnische Geschichtsverein (KGV) beschäftigt sich mit der Geschichte Kölns und seines Umlandes von der Antike bis zur Gegenwart. Geschichte heißt nicht nur politische Geschichte und Kirchengeschichte, sondern auch Kunst und Kultur, Wirtschafts- und Sozialgeschichte."), die Universität Köln, verschiedene Kölner Museen und per Amt der Stadtkonservator sowie viele Vereine wie der Förderverein Romanische Kirchen Köln (1981), der Zentral-Dombau-Verein von 1842, die Historische Gesellschaft Köln, die Archäologische Gesellschaft Köln und der Verein Kölner Sportgeschichte. Die Archivierung der Geschichte der Stadt Köln obliegt dem Historische Archiv der Stadt Köln, das damit natürlich einen unverzichtbaren Partner für die Erforschung der Kölner Geschichte darstellt.

2.1 Römisches Köln

Vermutlich um 19 v. Chr. siedelten die Römer unter Leitung des Agrippa, römischer Statthalter in Gallien, und unter dem Prinzipat des Augustus (27 v. Chr. - 14 n. Chr.) die aus dem rechtsrheinischen Lahngebiet stammenden Ubier in ein neues Stammesgebiet auf der linkem Rheinseite um und gründeten dort eine "Civitas" (Verwaltungseinheit). Die mit den Römern verbündeten Ubier sollten den Limes, die Grenze des römischen Reichs am Rhein, gegen die Germanen verteidigen. Auf einem hochwassersicheren Hügel am linken Rheinufer im Gelände der späteren römischen Colonia und damit im Zentrum des späteren linksrheinischen Köln gründeten sie die römische Siedlung "Oppidum Ubiorum" (Zivile Siedlung der Ubier) als Hauptort der Civitas und machten den Ort zu einem zentralen Ort in Germanien.

Im Jahr 50 n. Chr. erhielt diese Siedlung den höchsten Status - eine Stadt römischen Recht (Colonia) - mit dem Namen

"Colonia Claudia Ara Agrippinensium" (CCAA)

(= frei übersetzt: "Stadt römischen Rechtes und  Stadt der Agrippinenser, unter Kaiser Claudius gegründet am Ort des Altars  für den Kaiserkult") und wurde eine der wichtigsten Städte des römischen Reiches nördlich der Alpen.  Die Verleihung dieses höchsten Stadtrechts im römischen Kaiserreich hatte Agrippina, Urenkelin des Augustus und seit 49 n. Chr. Frau des römischen Kaisers und ihres Onkels Claudius, veranlasst und auch ihren Namen im Stadtnamen verewigt. Agrippina die Jüngere war am 06.11.15 n. Chr. in der späteren CCAA geboren worden. Agrippina  war eine Tochter des Heeresführers Germanicus, einem Bruder des Kaisers Claudius (Kaiser 41 - 54 n. Chr.), und dessen Frau Vipsania Agrippina (Agrippina die Ältere) sowie Schwester des späteren Kaisers Caligula (Kaiser 37 - 41 n. Chr.) und Mutter des späteren Kaisers Nero. Die CCAA stand damit in der Städte-Hierarchie im Imperium ganz oben; die Bürger waren den Römern gleichgestellt. Aus dem Namen Colonia Claudia Ara Agrippinensium wurde bei den Römern die Kurzform Agrippina

Um 90 n. Chr. wurden unter dem Kaiser Domitian (81 - 96 n. Chr.) mit desssen Verwaltungsreform die kaierlich-römischen Provinzen Nieder- und Ober-Germanien gegründet. Die inzwischen mächtige "Colonia Claudia Ara Agrippinensium" (CCAA), Sitz des Heeresführers des Niedergermanischen Heeres, wurde um 90 n. Chr. Hauptstadt der römischen "Provincia Germania Inferior(Provinz Nieder-Germanien).  Die CCAA war in ihrer Glanzzeit im 2. und 3. Jhdt. n. Chr. eine der bedeutendsten Städte des Römischen Imperiums und mit ca. 20 000 (bis 40 000 Einwohner) lange dessen einwohnermäßig größte Stadt nördlich der Alpen (um 300 war dies dann das mittlerweile Treveris genannte heutige Trier). Nach der Trennung des Römischen Imperiums in ein West- und ein Oströmischen Reiches (395) kam es zu einem fortschreitenden Zerfall des Weströmischen Reiches. Im Zuge dieses Zerfalls zogen die Römer nach 400 aus Germanien ab. Ab um 420 wurde die Colonia zunehmend eine fränkische Stadt und wurde um 455 von den Franken besetzt.

Weitergehende Informationen zum Römischen Köln siehe Themenseite "Römisches Köln". 

2.2 Mitteltalterliches Köln

Köln gehörte im Mittelalter zunächst zu den fränkischen Reichen und ab 962 zum neuen Römisch-deutschen Kaiserreich (ab Mitte des 10. Jhdt. innerhalb des Kurfürstentums Köln, ab de facto 1288 und ab 1475 de jure als Freie Reichsstadt).
Die mittelalterliche Epoche Kölns lässt sich hinsichtlich ihrer politischen Entwicklung grob aufteilen in die Perioden
Im Hochmittelalter war Köln mit über 200 ha (nach der Stadterweiterung 1106) und ca. 400 ha (nach der Stadterweiterung 1180) bis zum Ende des Spätmittelalters flächenmäßig eine der größten Städte Europas und die größte Stadt im Römisch-deutschen Reich. Auch in der Einwohnerentwicklung stand Köln im Reich um 1180 mit 20 000 - 30 000 Ew. und ab Anfang des 13. Jhdt. mit ca. 40 000 Ew. bis in's 16. Jhdt. an der Spitze. Übrigens: Von Düsseldorf sprach damals noch kaum einer. Düsseldorf erhielt sein Stadtrecht erst 1288 als eine der Auswirkungen der für die Entwicklung des mittelalterlichen Köln und deren Bürger so wichtigen siegreichen "Schlacht von Worringen" (heute nördlicher ländlicher Randstadtteil Köln-Worringen) der Kölner Bürger an der Seite des Herzogs von Brabant und seiner Verbündeten!

Die wirtschaftliche Blütezeit Kölns (vor allem als Handelsmetropole) begann im 10. Jhdt. und hatte ihren Höhepunkt im 12. - 15. Jhdt.. Im 11. Jhdt. waren Mailand, Köln und Venedig die ersten großen Handelsstädte ... und waren hierbei auch Schaltstellen des kulturellen Austauschs. Zwischen 1000 und 1550 war Köln ferner eine Kunstmetropole von Rang mit der Produktion in diversen Kunstgattungen und einem kulturellen Austausch mit Paris, Prag, Niederlande und Italien. Im Hoch- und Spätmittelalter hatte Köln eine enorme wirtschaftliche und politische Machtstellung und war Drehscheibe und Warenumschlagsplatz des Fernhandels nördlich der Alpen. Hierbei wurde Köln durch die Lage am Rhein und im Zentrum von Fernstraßen begünstigt. Mit der Gründung der ersten Ordensschule auf deutschem Boden ("Studium Generale") 1248 durch Albertus Magnus und der 1388 gegründeten Universität zu Köln als eine der ältesten Unis in Europa  wurde Köln auch zu einem mittelalterlichen Zentrum der Wissenschaft. Der große Pilgerstrom, der Köln zu einer bedeutenden Pilgerstadt machte,  setzte insbes. durch die Überführung der Reliquien der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln (1164) und den dadurch ausgelösten Bau des großen gotischen Kölner Doms (ab 1248) ein. 

Die mittelalterliche Glanzzeit endete mit dem wirtschaftlichen Niedergang der Freien Reichsstadt im Zusammenhang mit dem Zerfall der Hanse und der dem 30jährigen Krieg (1608 - 1648) folgenden Wirren. So kam es Ende 17. und  im 18. Jhdt. zum vorübergehenden wirtschaftlichen Niedergang und Verfall der Reichsstadt.

Weitergehende Informationen zum Mittelalterlichen Köln siehe Themenseite "Mittelalterliches Köln". 

2.3 Neuzeitliches Köln

Die neuzeitliche Epoche Kölns lässt sich hinsichtlich ihrer politischen Entwicklung grob aufteilen in die Perioden 

In der frühen Neuzeit nach 1500 blieben in Köln die mittelalterlichen Strukturen weitgehendst erhalten (siehe unter "Mittelalterliches Köln"). 1794 wurde die Stadt Köln ohne Gegenwehr von den französichen Truppen Napoleons eingenommen und verlor damit ihren formal seit 1475 im mittelalterlichen Köln geltenden Status als Freie Reichsstadt., wobei zu beachten ist, dass die heutigen rechtsrheinischen Gebiete Kölns erst ab 1888 mit den neuzeitlichen Stadterweiterungen eingemeindet wurden. Die Franzosen besetzten nach dem sog. 1. Koalitionskrieg 1797 das gesamte linksrheinische Gebiet des Rheinlandes. 1801 wurde nach einem Verzicht des deutschen Kaisers (Frieden von Lunéville am 09.02.1801 nach einer Niederlage gegen Frankreich/Napoleon) das Rheinland (mit Köln, Aachen, Bonn und Mainz) und damit auch der linksrheinische Teil des Kurfürstentums Köln und die vormalige Freie Reichsstadt Köln in den französischen Staatenverbund überführt. Die Kölner wurden französische Staatsbürger. 1814 zogen  die Preußen  in Köln ein. Die Franzosenherrschaft war beendet.

Nach der Auflösung des "Heiligen römischen Reichs deutscher Nation" (1806) und dem Ende der Kölner Franzosenzeit wurde Köln (in Preußen bis 1919 noch offiziell Cöln geschrieben) mit dem Rheinland auf dem Wiener Kongreß (1815) dem Königreich Preußen zugeteilt (ab 1822 in der Rheinprovinz mit dem Oberpräsidium als quasi Hauptstadt Koblenz). Das Kerngebiet des früheren Kurfüstentums Köln gehörte nun zu Preußen und Köln wurde preußische Festungsstadt.

Ein ganz wichtiges Ereignis für Köln war der Weiterbau des Kölner Doms ab 1842. Dies führte nicht nur zu positiven Auswirkungen auf das Bauwesen und das Handwerk, sondern war für Köln auch ein hochemotionales Ereignis. Ferner stärkte es den Bürgersinn, weil die Bürger über den 1842 gegründeten Zentral-Dombau-Verein zu Köln über 60 % der Baukosten beisteuerten. Auch vom preußischen Staat wurde der Weiterbau des Doms maßgeblich gefördert und mitfinanziert. Der Grundstein für den Weiterbau wurde am 04.09.1842 vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV gelegt. Die Einweihung des fertiggestellten Kölner Doms wurde am 15.10.1880 als nationales Ereignis Deutschlands vom deutschen Kaiser Wilhelm I vollzogen. Der Kölner Dom ist ein Bauwerk, dessen Weiterbau und Fertigstellung für Köln und darüberhinaus von äußerst großer Bedeutung war und ist. Dies wird auch mit der Festrede bei der Grundsteinlegung zum Weiterbau 1842 verdeutlicht:

Schluss-Satz aus der denkwürdigen Rede des preußischen Königs Friedrich-Wilhelm IV zur Grundsteinlegung für den Weiterbau des Doms (Zitat aus einer Urkunde im Stadtmuseum (Ausstellung in 2011 "Der kolossale Geselle"): "... Meine Herren von Köln! Ihre Stadt ist durch dieses Bauwerk hoch bevorrechtigt vor allen Städten Deutschlands und sie selbst hat dies auf das würdigste erkannt. Heute gebührt ihr dies Selbstlob. Rufen sie mit Mir und unter diesem Ruf will ich die Hammerschläge auf den Grundstein thun, rufen sie mit Mir das tausendjährige Lob der Stadt: Alaaf Köln."

Nach den glanzvollen Epochen des Römischen Köln und des Mittelalterlichen Köln sowie nach dem vorübergehenden wirtschaftlichen Niedergang und Verfall der alten Reichsstadt Ende des 17. und im 18. Jhdt.. erlebte Köln im Zuge der industriellen Revolution einen immensen Aufschwung. Die Rheinmetropole Köln entwickelte sich im 19. und 20. Jhdt. zu einer modernen Großstadt und mittels diverser Stadterweiterungen und Eingemeindungen zur Millionenstadt. Die Region profitiert dabei wie schon im Mittelalter von der äußerst verkehrsgünstigen und zentralen Lage in Europa. Heute ist das neuzeitliche moderne Köln mit ca. 1 Mio. Einwohnern die viertgrößte Stadt der Bundesrepublik Deutschlands (nach Berlin, Hamburg und München). In seiner über 2000-jährigen Geschichte ist  Köln von ca. 97 ha mit ca. 20 000 (bis 40 000) Einwohnern der römischen "Colonia" über ca. 400 ha nach Bau der großen mittelalterlichen Stadtmauer (ab 1180) auf heute 40518 ha mit über 1,0 Mio. Einwohnern gewachsen.

Weitergehende Informationen zum heutigen Köln siehe Themenseite "Neuzeitliches  Köln".

3. Statistische Daten

Köln existiert seit um 19 v. Chr. als befestigte Siedlung und ab 50 n. Chr. (= Bezugsjahr für die 2000-Jahr-Feier Kölns!) mit den Stadtrechten einer Colonia (Stadt römischen Rechts). Andere Städte römischen Ursprungs feiern übrigens ihr Jubiläum in Bezug auf ihre Gründung (wie 1984 das 16 v. Chr. gegründete Trier); bei gleicher - eigentlich richtigen - Vorgehensweise hätte Köln schon 1981 dieses Jubiläum begehen sollen.

Die Gründer Kölns sind
Oftmals wird wegen Beteiligung an der Verleihung des Rangs einer Colonia auch Agrippina als Stadtgründerin genannt.

Einwohner- und Flächenentwicklung Kölns

Epoche
Jahr
Einwohner
Fläche (ha)
Anmerkung

römisches Köln

*
ca. 20 000 (bis 40 000) *
97
 < * römische Blütezeit
mittelalterliches Köln
um 940

122
nach Abschluss der 1. mittelalterlichen Stadterweiterung
1106
ca. 12 000 223
nach der 2. mittelalterlichen Stadterweiterung
1180
ca. 20 000 - 30 000 401

nach der 3. mittelalterlichen Stadterweiterung
ab 13. Jhdt um 40 000
1500
um 40 000
neuzeitliches Köln

mit noch mittelalterlichen  Strukturen
bis um 1794

1794
44 500 770

mit Grenzen nach der französischen Besetzung
1816 49 300 1815 Eingliederung in Preußen
1860 117 700
1883 150 200 1006 nach der 1. Stadterweiterung
1888 261 400 11133
nach der 2. Stadterweiterung
1910 516 500 

nach der 3. Stadterweiterung
1914 635 700
nach der 4. Stadterweiterung
1922 674 900 25125

nach der 5. Stadterweiterung
1939 768 300
1960
803 600

1976 981 000
40518



nach der 1976 korrigierten 6. Stadterweiterung von 1975
1991

1 000 800 inkl. Zweitwohnsitz
2010
1 006 900
1 027 500 inkl. Zweitwohnsitz
2011
1 013 700  laut Volkszählung/Stand 31.12.2011 (Erstwohnsitz)
2014
1 044 900/1 053 500
Hauptwohnsitz/insgesamt *
2040
1,11 ... 1,19 Mio.
1,23 Mio.
Prognose Stadt Köln (05.2015)
Prognose NRW (04.2015)

Quelle: Fläche und Einwohner amtlichen Zahlen (Statistisches Jahrbuch 2012 der Stadt Köln 
bzw. Zensus 2011 - Einwohner ab Ende des Mittelalters! -.  Hinweis:  Alle Einwohnerzahlen - auch aus amtlichen Quellen - vor dem späten Mittelalter (vor 15. Jhdt.) sind als grobe Schätzungen anzusehen. Genauer sind hingegen die Flächenangaben.
*
laut Datei "Einwohnerentwicklung 2014" der Stadt Köln

Köln/mittelalterliche Stadterweiterungen
Stadtentwicklung Köln/
frühzeitige Stadterweiterungen

Neuzeitliches Köln/Stadterweiterungen
Stadtentwicklung Köln/
Stadterweiterungen und Eingemeindungen im 19. und  20. Jhdt.

Nicht untypisch für diese feierfreudige Stadt ist, dass sie nicht nur zwei Gründungsdaten hat, die selbst von Experten oft vermengt und verwechselt werden, sondern auch dreimal Millionenstadt wurde.

Eng mit der über 2000-jährigen Geschichte Kölns verbunden sind die Stadtbefestigungen der geschichtlichen Epochen. Köln war im Laufe seiner Geschichte ab dem 1. Jhdt. nach Chr. bis Anfang des  20. Jhdt. stets eine Festungsstadt mit

Politische Zugehörigkeiten Kölns in der über 2000-jährigen Geschichte im Überblick

  Archive
Der historischen Tradition Kölns entspricht, dass keine andere Stadt so früh - nämlich seit 1130 -  und so umfangreich ihre Geschichte schriftlich archiviert hat. Das Historische Archiv der Stadt Köln besteht seit etwa 1409 (damals zunächst im neuen Rathausturm untergebracht). Das Historische Archiv, das "Geschichtliche Gedächnis der Stadt Köln" und ein unermesslicher Schatz zur Kölner Geschichte und darüber hinaus, ist mit ca. 30 Regal-Km das größte kommunale Archiv Deutschlands und nördlich der Alpen.  Es enthält u. a. ca. 65 000 Urkunden ab 922, ca. 1800 mittelalterliche Handschriften, ca. 150 000 Karten und Pläne, über 800 Nachlässe und Sammlungen sowie ca. 500 000 Fotos zu Kölner Ereignissen. Der Bestand ist gegliedert in die Bereiche
Ein sehr traurige Berühmtheit erhielt das Historische Archiv der Stadt Köln am 03.03.2009, 13:58 Uhr. Vermutlich im Zusammenhang mit dem U-Bahn-Bau in der Severinsstraße ist das Archivgebäude eingestürzt. Aus Archivkreisen ist zu vernehmen, dass etwa 95 % der Bestände geborgen werden konnten, wobei "geborgen" leider nicht  "gerettet" heißt. Rund 35 % der geborgenen Schätze weisen schwerste, 50 % schwere bis mittlere Schäden auf. Die Restaurierung wird ca. 30 Jahre dauern! Erst danach wird feststehen, wieviel von den Beständen und damit dem Gedächnis der Stadt Köln und ihrer langen Geschichte wirklich gerettet werden konnten.

Nach dem Einsturz des Archivhauses 2009** sind seit 27.04.2010 die Mitarbeiter/innen des Historischen Archivs (mit vielen in einem Digitalen Lesesaal zugänglichen digitalierten Fundstücken) provisorisch am Heumarkt 14 untergebracht. Das Restaurierungs- und Digitalisierungz-Zentrum (mit einem Lesesaal) befindet sich in Porz-Lind im rechtsrheinischen Köln. Ein geplanter Neubau des Stadtarchivs soll ab ca. 2019 zur Verfügung stehen!

Kölner Errungenschaften
In Köln wurden zwei die industrielle Entwicklung ganz entscheidend prägende Erfindungen und Entdeckungen gemacht. Nicolaus August Otto entwickelte ab 1872 in Köln einen gasgetriebenen Motor nach dem Viertakt-Prinzip - den Ottomotor -, mit
dem in Köln-Deutz die Motorisierung der Welt begann und mit dem auch heute noch weltweit Motoren in etwa 750 Mill. Autos betrieben werden. Und Georg Simon Ohm definierte 1826 am Dreikönigs-Gymnasium in Köln das "Gundgesetz" der Elektrotechnik, das Ohmsche Gesetz.
 

  2. Weltkrieg
Ein trauriger Rekord Kölns ist, dass die Stadt im 2. Weltkrieg 262-mal von alliierten Bombern (mit über 1,5 Mio. Bombenabwürfen) angegriffen worden ist - wegen ihrer strategischen Wichtigkeit so oft wie keine andere Stadt  in Deutschland - und in der Nacht 30./31.05.1942 auch den ersten flächendeckenden Großangriff auf eine deutsche Großstadt (der berüchtigte "1000-Bomber-Angriff") zu erleiden hatte. Der schlimmste Bomberangriff erfolgte am 28./29.06.1943 ("Peter- und Paul-Angriff"), bei dem von über 600 britischen Bombern rund 840 Tonnen Sprengstoff abgeworfen wurden und bei dem fast die gesamte Innenstadt zerstört worden ist. Nach dem 262. und letzten Großangriff der Alliierten am 02.03.1945 zur Vorbereitung der Einnahme Kölns war die Stadt fast völlig zerstört (die linksrheinische Innenstadt zu 90%). Am 12.04.1945 war mit Einnahme auch des rechtsrheinischen Köln durch die Amerikaner der Krieg in Köln beendet. Die Stadt hatte mit 70% Gebäudeschäden den höchsten Zerstörungsgrad aller deutschen Großstädte. Von den fast 800 000 Einwohnern vor dem Krieg waren nur noch ca. 40 000 (in dem linksrheinischen Teli) bis knapp 100 000 übriggeblieben. Der Dom wurde von über 70 Bomben getroffen, doch er blieb stehen. Aber die alte Römerstadt hätte das alles beinahe nicht überlebt!

  24 Partnerstädte Kölns (Stand: 01.2016/Quelle: Stadt Köln)
Barcelona (Spanien), Berlin-Neukölln, Berlin-Treptow, Bethlehem (Palästina), Cluj Napoca (Klausenburg) (Rumänien), Corinto/El Realejo (Nicaragua), Cork (Irland), Esch-sur-Alzette (Luxemburg), Indianapolis (USA), Istanbul (Türkei), Katowice (Kattowitz) (Polen), Kyoto (Japan), Lille (Frankreich), Liverpool (Großbritannien), Liége/Luik (Lüttich) (Belgien), Bejiing (Peking) (China; 2012: 25-jähriges Jubiläum), Rio de Janeiro (Brasilien; seit Sept. 2011), Rotterdam (Niederlande), Tel Aviv-Yafo (Israel), Thessaloniki (Griechenland), Tunis (Tunesien), Turin (Italien), Turku (Finnland), Wolgograd (Russland) 

Besonders enge Beziehungen bestehen zu 5 (von den insges. 24) Städten in den Gründungsstaaten der Europäischen Union:  Esch-sur-Alzette in Luxemburg, Lille in Frankreich, Lüttich in Belgien, Rotterdam in den Niederlanden und Turin in Italien.

Köln/Wappen
Kölner Partnerstadt Barcelona
Kölner Partnerstadt Berlin-Neukölln
Kölner Partnerstadt Berlin-Treptow
Kölner Partnerstadt Bethlehem
-
-
Kölner Partnerstadt Cork (Irland) Kölner Partnerstadt Esch (Luxemburg)
Kölner Partnerstadt Indianapolis (USA)
Kölner Partnerstadt Istanbul (Türkei)
Kölner Partnerstadt Kattowitz (Polen)
Kölner Partnerstadt Kyoto (Japan)
Barcelona
(Spanien)

Berlin-Neukölln Berlin-Treptow Bethlehem
(Palästina)
Klausenburg (Rumänien)
Corinto/El Realejo (Nicaragua)
Cork
(Irland)
Esch-sur-Alzette (Luxemburg) Indianapolis (Flagge)
(USA)
Istanbul
(Türkei)
Kattowitz
(Polen)

Kyoto
(Japan)
Kölner Partnerstadt Lille (Frankreich)
Kölner Partnerstadt Liverpool (Großbritannien)
Kölner Partnerstadt Lüttich (Niederlande)
Kölner Partnerstadt Peking (Wappen China)
Kölner Partnerstadt Rio de Janeiro (Brasilien)
Kölner Partnerstadt Rottterdam (Niederlande)
Kölner Partnerstadt Tel Aviv (Israel)
Kölner Partnerstadt Thessaloniki (Griechenland)
Kölner Partnerstadt Tunis (Wappen Tunesien)
Kölner Partnerstadt Turin (Italien) Kölner Partnerstadt Turku (Finnland)
Kölner Partnerstadt Wolgograd (Russland)
Lille
(Frankreich)
Liverpool (Großbritannien) Lüttich
(Belgien)
Peking (Wappen China)
(China)
Rio de Janeiro (Brasilien) Rotterdam (Flagge) (Niederlande) Tel Aviv-Jaffa
(Israel)
Thessaloniki (Siegel) (Griechenland) Tunis (Wappen Tunesien)
(Tunesien)
Turin
(Italien)
Turku
 (Finnland)
Wolgograd
 (Russland) 
Köln
24 Partnerstädte Kölns
Wappen/Flaggen. Quelle: zumeist Wikipedia

4. Die Kölschen und ihre Lebensart

Ein besonderes Merkmal Kölns, das vor allem Besuchern und Zugereisten auffällt und für sie die Stadt lebenswert macht (s. unten), ist die zumeist lockere und tolerante kölsch-rheinische Lebensart und die Vielfalt in der Stadt. Hier wird viel gefeiert, aber auch viel verpennt - mit allen Vor- und Nachteilen, die eine solche Lebensart mit sich bringt -. Hierzu passt der Refrain des Liedes "Unser Stammbaum" der Bläck Fööss: "Mr´ sin wie mer sinn, mir Jecke am Rhing, dat es jet, wo mr´ stolz dropp sin." Solche Sätze und "Et kütt wie et kütt." und "Et hätt noch immer jod jejange." sind das Motte der meisten - geborenen und zugereisten - Kölner.

Die meisten Kölner empfinden eine sinnliche Verbundenheit zu ihrer 2000 Jahre alten Stadt. Die im allgemeinen tolerante Lebensart in dieser Stadt dürfte nicht zuletzt mit der 2000-jährigen Geschichte und deren langen Tra­di­ti­on der Zuwanderung aus vielen Ländern, begonnen mit den antiken Römern,  zusammen hängen. Die Kölner schätzen ihre ihre große alte Stadt trotz mancher Mängel und Unzulänglichkeiten und schätzen ganz besonders

Ziemlich jeder Kölner und jede Kölnerin, der/die mit dem Zug über die Hohenzollernbrücke in die Stadt zurückkommt, will den grandiosen Blick auf die die große Kathedrale verpassen. Die Züge rollen langsam - gleichsam ehrfürchtig - über die Brücke auf den Dom zu, um dann kurz davor zum Hauptbahnhof abzubiegen: "Mir sin widder zo Huss!"

In der feierfreudigen Stadt wird das größte städtische Fest, der Karneval oder Fastelovend, wie man hier sagt, wohl so intensiv und ursprünglich gefeiert wie kaum anderswo (wobei die Bläck Fööss vor einigen Jahren und zuletzt auch wieder zum 11.11.2015 zu Recht auf einige Auswüchse wie das Kampftrinken von Jugendlichen aufmerksam gemacht haben). Die Lebensfreude führt auch dazu, dass hier Fremde schnell integriert werden. 

Experten haben herausgefunden dass es keine andere deutsche Stadt mit einer derart lebendigen Volksliedszene gibt wie in Köln und dass weltweit keine Stadt so oft besungen wird wie Köln. Früher war es z. B. Willy Ostermann, heute sind es die Kölsch-Musikgruppen wie die Bläck Fööss (hochdeutsch: Nackte Füße), die "Mutter aller kölschen Bands", De Höhner (Hühner), Paveier (Straßenpflasterer), De Räuber und viele andere, die diese Szene prägen. Viele der seit Anfang der 70iger Jahre von den "Fööss", den Höhnern und den anderen Gruppen vorgetragenen Liedern haben in Köln - und manche auch über die Stadtgrenzen und den Karneval  hinaus -  längst Volkslied-Charakter. Sie kennt und singt in Köln buchstäblich jedes Kind. Und das Bemerkenswerte ist, dass das Kölner Musik-Biotop immer wieder neue Bands hervorbringt, die diese kölsche Musiktradition und die kölsche Sprache aufrecht erhalten, wie z. B. seit der Karnevals-Session 2012 die jungen und auf Anhieb erfolgreiche Gruppen Kasalla und Cat Ballou und etliche andere. Und ein Kölner Alleinstellungsmerkmal ist: "Kölsch" ist Sprache (Kölner Dialekt), Getränk (obergäriges Bier in den schon erwähnten kölntypischen Stangengläsern) und Lebensphilosophie in einem.

  Zu der multikulturellen Ausprägung der Stadt passt  das vorerwähnte schöne Bläck Fööss-Lied "Unser Stammbaum" (Quelle: Bläckfööss Köln):

1.

Refrain

2.

Refrain

3.

Refrain
Ich wor ne stolze Römer, kom met Caesar‘s Legion, un ich ben ne Franzus, kom mem Napoleon. Ich ben Buur, Schreiner, Fescher, Bettler un Edelmann, Sänger  un Gaukler, su fing alles aan.

Su simmer all he hinjekumme, mir sprechen hück all die selve Sproch. Mir han dodurch su vill jewonne. Mir sin wie mer sin, mir Jecke am Rhing. Dat es jet ,wo mer stolz drop sin.

Ich ben us Palermo, braat Spaghettis für üch met. Un ich wor ne Pimock, hück laach ich met üch met. Ich ben Grieche, Türke, Jude, Moslem un Buddhist, mir all, mir sin nur Minsche, vür‘m Herjott simmer glich.

Su simmer all ...

De janze Welt, su süht et us, es bei uns he zo Besök. Minsche us alle Länder triff m‘r he aan jeder Eck. M‘r gläuv, m‘r es en Ankara, Tokio oder Madrid, doch se schwade all wie mir un söke he ihr Glöck.

Su simmer all ...

Die Kölner Lebensphilosophie
("Das Kölner Grundgesetz"):

§ 1   Et es, wie et es. 
§ 2   Et kütt, wie et kütt.           
§ 3   Et hät noch immer jot jejange. 
§ 4   Et bliev nix wie et wor.
§ 5   Wat fott es, es fott.     
§ 6   Jede Jeck es anders.        
§ 7   Wat soll dä Quatsch?                
§ 8   Hammer immer esu jemaat.  
§ 9   Drink doch ene met.  
§ 10 Kenne mer nit, bruche mer nit.
§ 11 Mach et jot, ävver nit zo off.

- eine von diversen Fassungen! -
Zur Lebensphilosophie der meisten Kölner gehört entsprechend der langen multikulturellen Traditon auch die Toleranz gegenüber Ausländern, Flüchtlingen und Andersgläubigen.

Ein eindruckvolles Bekenntnis zur Toleranz und zur Ablehnung von Fremdenfeindlichkeit und Fremdenhass, der sich vor allem gegen Muslime und Flüchtlinge richtet, war am 05.01.2015 eine Gegen-Demonstration der Kölner unter dem Motto "Köln stellt sich quer!" gegen eine Kundgebung
einer extrem rechten ausländerfeindlichen Organisation und deren geplanten Marsch vom Deutzer Bahnhof zum Kölner Dom. Den max. 500 Ausländerfeinden standen mehrere Tausend (die Polizei sprach von 7500) Gegen-Demonstanten gegenüber. Diese Gegen-Demonstranten konnten den geplanten Zug der rechten Ausländerfeinden zum Dom verhindern und sind dann selber über die Deutzer Brücke in die Innenstadt gezogen.

Und am Dom war vom Domprobst als stiller Protest gegen Ausländerhass und gegen diese ausländerfeindliche Gruppierung während deren geplanten Demo einige Stunden die Beleuchtung abgeschaltet worden ... ein erfreuliches Symbol, dass um die Welt ging.




Dunkler Kölner Dom bei Demo gegen Ausländerfeindlichkeit am 05.01.2015 in Köln
Eine junge Demonstrantin zeigte bei der Demo "Gegen Gewalt, Rassismus und Neonazis – Für ein buntes und tolerantes Köln" am 05.01.2015 ein Schild, das auf großartige Weise in Abwandlung eines der §§ des "Kölner Grundgesetzes" zur Toleranz gegenüber Ausländern aufrief. Bravo!

                            § 6  Jede Jeck is anders.
(„Jeder Narr ist anders!“ = Übe Toleranz und Nachsicht dem anderen gegenüber.)



                        Jede Jeck is von woanders..

Zur Vielfalt und Feierfreundlichkeit der Stadt gehören auch etliche regelmäßige Großereignisse wie der jährliche Rosenmontagszug in der Karnevals-Hochburg Köln, seit 1997 der Köln-Marathon in der Sportstadt Köln, die seit 2001 jährlich im Juli am Rhein veranstalteten Kölner Lichter - mittlerweile zum größten Feuerwerk Deutschlands und eines der größten Europas aufgestiegen -, der immer populärer werdende Kölner Weihnachtsmarkt mit seinen Märkten am Dom (nach Meinung vieler der Markt mit der schönsten Weihnachtsmarkt-Kulisse in Deutschland), am Alter Markt/Heumarkt, am Neumarkt, am Rudolfplatz, am Schokoladen-Museum/Rheinau-Hafen und im Stadtgarten sowie früher das Ringfest in der Kölner Musik-Szene (seit 2006 entfallen).

Nicht zuletzt wegen der toleranten Lebensart in dieser Stadt hat sich seit etlichen Jahren neben diesen Veranstaltungen ein weiteres regelmäßiges Großereignis etabliert: das jährliche CSD-Fest ("ColognePride") zum Christopfer-Street-Day im Juli, dem Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag der Homosexuellen (Lesben, Schwulen) und Bisexuellen, mit der inzwischen wohl größten CSD-Parade Europas. Dazu passt, dass ab 2015 Köln jetzt offizielle "Regenbogenstadt" in einem Netzwerk von Kommunen ist, die sich verpflichten, Lesben, Schwule und Bisexuelle zu integrieren. Hierzu haben sich schon aktuell 20 bis 30 weitere Städte wie u. a. Madrid und Genf verpflichtet.

Wodurch die Stadt geprägt wird, ergibt sich auch aus einer erforschten aktuellen Zufriedenheitsliste (Platz 1 bis 5) der Kölner Bürger (Zitat Kölner Stadtanzeiger, 07.05.2011, "So sehen die Kölner ihre Stadt"): Ausgehmöglichkeiten 91%, Einkaufsmöglichkeiten 90%, Kulturelles Angebot 88%, Karneval 75%, Menschenschlag 74%.

Nicht untypisch für diese feierfreudige Stadt ist, dass sie nicht nur zwei Gründungsdaten hat, die selbst von Experten oft vermengt und verwechselt werden, sondern auch dreimal Millionenstadt wurde (siehe Ziffer 3)
4.1 Köln - eine multikulturelle Millionenstadt

Entsprechend einer langen multikulturellen Tradition leben heute in Köln registrierte Menschen aus aktuell 181 Nationen (von 200 Staaten in der Welt) mehr oder weniger friedlich zusammen - nach Kenntnis des Verfassers soviel wie in keiner anderen vergleichbar großen Stadt Deutschlands -. Viele Besucher und Neukölner bezeichnen Köln als fast mediterrane Stadt.

Angefangen hatte dies damit, dass im 2. Jahrzehnt v. Chr. von den Römern die germanischen Ubier im linksrheinischen römischen Gallien angesiedelt wurden. Im Auftrag des Augustus wurde ab ca. 7 v. Chr. diese römische Siedlung zu einem zentralen Ort ausgebaut. 50 n. Chr. wurde das Römische Köln in den Rang einer Colonia, der höchsten Stufe der römischen Städte-Hierarchie, erhoben. Diese aufstrebende Stadt zog Menschen aus dem gesamten riesigen römischen Reich an und viele der hier stationierten Legionäre wurden in der Colonia seßhaft. Als im 5. Jhdt. die römischen Truppen abzogen, kamen die germanischen Franken hier an, während viele Romanen hier blieben. Spätestens jetzt - im frühen Mittelalter - war der multikulturelle Charakter der Stadt  begründet.

Das Mittelalterliche Köln wurde im Hoch- und Spät-Mittelalter (etwa ab dem 11./12. Jhdt.) eine bedeutende Handelsmetropole,
Kunstmetropole und Pilgerstadt sowie Freie Reichsstadt - eine bedeutende Stadt im Reich -, was wiederum viele Menschen von weit her anzog. Im 9. Jhdt. kamen z. B. friesische Kaufleute nach Köln, an die heute der Friesenplatz und die Friesenstraße erinnern. Im 14./15. Jhdt. zog die berühmte Kölner Malerschule der mittelalterlichen Kunst viele Künstler aus ganz Europa an. Im 16. Jhdt. flüchteten im Zuge der religiösen Auseinandersetzungen der Flamen und Niederländer viele Flamen nach Köln. So kam auf dem Umweg über Siegen 1778 auch die Familie Rubens  nach Köln. Der in Siegen geborene kleine Peter Paul Rubens lebte ab seinem 2. Lebensjahr in der Sternengasse in der Nähe der Schildergasse, die damals die Straße der Maler war. Vielleicht hat der kleine Junge dort sein Interesse und Talent als Maler erkannt und wurde nach seiner Rückkehr nach Antwerpen (1587) einer der berühmtesten Maler aller Epochen. Anfang des 18. Jhdt. kam der Italiener Johann Maria Farina in die Domstadt und kreierte hier sein berühmtes "Kölnisch Wasser".

1794 besetzten die Franzosen das Rheinland und damit auch Köln. Sie veränderten die noch mittelalterlich geprägte Stadt in das Neuzeitliche Köln und brachten viele liberale Änderungen ein, die nach dem Abzug der Franzosen geblieben sind. 1815 erhielten die Preußen das Rheinland und so kamen viele preußische Beamten an den Rhein - zunächst von den lockeren Rheinländern
ungeliebt -. Seit um 1960 kamen die damals sog. "Gastarbeiter" - vor allem Italiener und Türken - (viele als Arbeitnehmer bei Ford). Die meisten blieben. Später kamen viele Kriegsflüchlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien und aktuell (2015) kommen Flüchtlinge aus den Kriegs- und Armutsgebieten in Vorderasien und Afrika wie u. a. viele Syrer.

Von den meisten Kölnern wurden und werden sie alle gut aufgenommen. Alles in allem kam es in Köln zu einer Vermischung der Völker über 2000 Jahre. Und das hat die Stadt äußerst positiv geprägt als tolerante und multikulturelle Stadt. Ein Beleg hierfür war zuletzt auch der überaus große Bürger-Zuspruch mit vielen Künstlern und Prominenten zu dem multikulturellen Fest "Birlikte" (= Zusammenstehen) am 07. - 09.06.2014 in Köln-Mülheim im Umfeld der Keupstraße zum Gedenken an den grauenhaften Nagelbomben-Anschlag der sog. NSU in der türkisch geprägten Keupstraße am 09.06.2004. Am 14.06.2015 wurde das Fest wiederholt ... wieder mit sehr großem Zuspruch.

4.2 Und das meinen Prominente

Der Schriftsteller Dieter Wellershoff sagt zu Köln: "Was ich brauche ist ein Biotop. Eine Stadt ist für einen Schriftsteller ein Erlebnis- und Beobachtungsfeld und Köln hat ein hoch differenziertes Spektrum an Lebensformen."

Der Kölner Kabarettist Jürgen Becker nennt  in einem seiner früheren Programme Köln liebenswert und kritisch zugleich "ein Biotop für Bekloppte".

Der renommierte Stadtplaner Prof. Albert Speer bezeichnete 2007 im Zusammenhang mit einem Auftrag für einen städtebaulichen Masterplan Köln zwar aufgrund seiner langen Vergangenheit als städtebauliche Chaosstadt, will deshalb aber keineswegs alles umkrempeln: "Eine Bürgerstadt hat schließlich auch viele Vorzüge. ... Die Stadt hat einen quirligen jungen Charakter und keine Neigung, abends zu veröden. Das ist eine ihrer Stärken und in Deutschland ziemlich einmalig." (Zitat/KStA 25.08.2007).

Zu  kölschen Lebensphilosophie passt ein Zitatauszug aus einem Interview mit dem sehr bekannten TV-Journalisten Klaus Bednarz (KStA 06.2007), der als norddeutscher Protestant schon lange in Köln lebt: "... Ich fühle mich hier zu Hause trotz der Schmuddelecken, trotz der politischen Klüngelei, wegen der wunderbar antiautoritären Menschen, die ihren Kardinal auf so prächtige Weise hassen. Und ich kenne keine andere Stadt, in der das Volkslied so lebendig ist, die so mit ihrer Musik lebt. ...".

Desweiteren passt hierzu ein Zitat eines der bedeutendsten Kölner, des Nobelpreisträgers Heinrich Böll, aus "Nebenbei eine Großstadt": "Es ist fast müßig, eine Stadt zu loben, die fast zweitausend Jahre lang ohne viel Geschrei ihre Anziehungskraft bewiesen hat. ... Eine wirklich schöne Frau braucht nicht zu beweisen, dass sie es ist: mögen Eifersüchtige ihr nachweisen, dass ihre Nase nicht vollkommen, ihre Taille zu schmal, ihr Mund zu groß sei; sie lächelt über diese Tadel, denn sie weiß, dass sie etwas besitzt, das undefinierbar und unmeßbar ist: Schönheit, etwas was nicht perfekt aber vollkommen ist. ... Köln ist nicht perfekt, aber vollkommen, es ist vollkommen Köln, und wieder wird es mir schwer zu sagen, was Köln ist."

Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) fasste es im KStA (15.04.2011) so zusammen: "Köln ist eine Stadt, die ein bisschen schmuddelig ist, in der man feiern kann, in der es sich bestens leben lässt .... eine Mischung aus Arbeit, Kreativität, Kultur und Genuss."

Ulla Hahn, Schriftstellerin aus Monheim, lebend in Hamburg, meinte im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger (26.07.2014) u. a.: "... Und diese Art, das Leben anzupacken und zu genießen, diese nicht zuletzt dem frohgemuten rheinischen Katholizismus geschuldete Lebenskultur, die gibt es für mich nur im hillije Köln (zum Umgang mit der Kultur!). ...  Ich schätze an den Kölnern vor allem diese Lebensbejahung, dieses Urvertrauen in Gott und die Welt. Natürlich geht auch in Köln vieles schief. Wo tut es das nicht? Aber die Art und Weise, wie hier mit diesem Schiefgehen umgegangen wird, hat so gar nichts Verbisssenes. "Jeck loss Jeck elans." Kann man Toleranz und Gelassenheit besser ausdrücken? ..."

Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil, geboren in Köln, lebend in Stuttgart, der immer wieder mal nach Köln kommt, weil (Zitat KStA 12.08.2014) "...Köln ist ein Unikat unter den deutschen Städten - und dieses Besondere hat auch der Krieg und seine Zerstörungen überdauert. Es hat einfach mit den Menschen zu tun, die hier leben. Und dieses Leben ist stärker gewesen als anderswo, wo die Verwüstungen den Lebensfaden abgeschnitten haben. Deshalb bin ich auch immer stolz gewesen, ein Kölner zu sein. Das war für mich wie eine Auszeichnung."

Der renommierte international tätige Regisseur und Intendant und auch ehemaliger Intendant des Kölner Schauspiels Jürgen Flimm, aufgewachsen in Köln, meinte u. a. (Zitat KStA 27.08.2014) "Köln ist für mich auch die wahnsinnig spannende Zeit von Fluxus und Neuer Musik in den 60iger Jahren. Da hat die Stadt geblüht. ... Damals wurde Köln auch zentraler Ort der internationalen Kunstszene. Aber das wurde dann irgendwie verdödelt. Wenn die Art Cologne jetzt wieder fester dasteht - schön. ... Ja es ist so: Ich habe immer noch einen Herzkontakt zu dieser wunderbaren Stadt."


5. Tourismus/Sehenswürdigkeiten

Köln ist zunehmend ein internationales Tourismus-Ziel
und eine der Touristenattraktionen in Deutschland mit starken Zuwachsraten, wodurch der Tourismus einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren der Stadt geworden ist.
Tourismusdaten:
Laut einer Studie für das Handelsblatt (Sept. 2009) gehört Köln mit Hamburg, Berlin, München und Frankfurt zu den 5 deutschen Städten mit den besten wirtschaftlichen Entwicklungschancen in den nächsten 5 bis 10 Jahren. Laut einer Studie des renommierten Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) ergibt sich in 2015 hinsichtlich Zukunftsaussichten und Entwicklungsperspektiven folgendes Städteranking (Gesamtindex): München, Berlin, Leipzig, Frankfurt am Main, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Bonn und Dresden. Bezüglich der Handels- und Einkaufsmetropole Köln ist zu erwähnen, dass - für Besucher und Kölner gleichermaßen ideal - sich in der Innenstadt/Altstadt

-  eine Einkaufs-Zone mit den bekannten Einkaufsmeilen Hohe Str. (der römischen Straße Cardo Maximus), Schildergasse (der römischen Straße Decumanus Maximus), Breite Str. /Ehrenstr. und Neumarkt, 
-  eine Kultur-Zone mit mehreren Kölner  Museen, mehreren Kirchen (inkl. Dom und einigen der Romanischen Kirchen) und mit der geplanten Via Culturalis und
-  die kölsche Altstadt-Vergnügungs-Zone zwischen Hohe Str. und Rhein (Heumarkt,  Alter Markt, Martinsviertel, Rheingarten) mit unzähligen Brauhäusern, Kneipen  und  Restaurants

unmittelbar nebeneinander befinden ... also für jeden etwas.  Auch durch diese in Köln mögliche enge örtliche Verknüpfung von touristischer Stadtbesichtigung und Einkaufs-Bummeln lockt die Stadt immer mehr Touristen an.  Im Juli 2015 wurde aber auch ein Negativrekord bekannt: Köln löste in 2014 Stuttgart als Staustadt Nr. 1 ab (Reihenfolge: 1. Köln knapp vor 2. Stuttgart, 3. Karlsruhe, 4. Düsseldorf). Im Jahr 2015 "verlor" Köln diesen "Titel" jedoch wieder an Stuttgart und wurde Zweiter. Die Stadt Köln kritisiert hierzu allerdings (wohl zu Recht), das vom ausführenden Institut die Staus auf dem Kölner Autobahring, einer der wichtigsten und am stärksten ausgelasteten Fernstraßen und Verkehrsdrehscheiben  Europas, mitgezählt worden sind, was natürlich nichts mit Staus im Stadtgebiet zu tun hat.

25 meistgenannte Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Köln (Quelle: tripadvisor, die große Web-Reiseportal/Dez. 2015): 

1. Kölner Dom  2. Kölner Zoo  3. NS-Dokumentationszentrum   4. KölnTriangle-Turm  5. Flora  6. Hohenzollern-Brücke  7. Wallraf-Richartz-Museum   8. Römisch-Germanisches Museum  9. Museum Ludwig 10. Melaten-Friedhof  11. Historische Altstadt  12. RheinEnergie-Stadion 13. Museum Kolumba   14. Duftmuseum im Farina-Haus 15. Kölner Hauptbahnhof  16. Imhoff-Schokoladenmuseum   17. St. Gereon  18 .Neptun-Bad  19. Lanxess-Arena 20. Dreikönigsschrein 21. Stadtwald-Park 22. Rautenstrauch-Joest-Museum  23. Käthe Kollwitz Museum  24. Groß St. Martin  25. Praetorium // Das ist natürlich eine Momentaufnahme (überraschend fehlt in den TOP 25 z. B. die Kölner Philharmonie).  


 Empfehlenswerteste Kölner Sehenswürdigkeiten und Touristenziele nach Ansicht des Verfassers:

Rheinmetropole Köln/Kulturzentrum Köln
In Köln wird viel gebaut. Die aktuell größten und wichtigsten Baumaßnahmen sind (Stand: 4. Quartal 2016):
Nachtrag zum Rheinboulevard:
Mit dem geplanten stadtarchitektonisch bedeutenden Rheinboulevard am rechtsrheinischen Kölner Rheinufer soll der zentrale Teil des rechtsrheinischen Rheinufers neu gestaltet werden. Der erste Teil zwischen Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke mit einer 500 m langen Freitreppe ist Anfang 2017 fertiggestellt worden. Die große Freitreppe direkt am Wasser und gegenüber dem berühmten Kölner Altstadt-Panorama, einem der schönsten europäischen Panoramen, ist bereits seit Juli 2015 provisorisch freigegeben worden. Besuchern Kölns sei folgender attrative Spaziergang empfohlen (ca. 2,5 km): Start: Heumarkt (in der linksrheinischen Altstadt) - Deutzer Brücke - rechtsrheinischer Rheinboulevard mit grandiosem Panoramablick (empfohlen auch in der Dämmernung und abends) - Hohenzollerbrücke - Dom/Museen -  neugestaltete Dom-Ostseite - Ziel: Alter Markt/Heumarkt  (in der linksrheinischen Altstadt)

D. Datensammlung: Wichtigste Geschichtsdaten Kölns - Kompaktversion K -

Vollversion V siehe separate Seite Datensammlung "Kölner Stadtgeschichte"!

Kölner Wappen Epoche
Teil-Epoche
Daten der Stadtgeschichte von Köln - Rheinmetropole und alte Römerstadt
- Kompaktversion K -

K


Das Römische Köln

Oppidum Ubiorum



Colonia Claudia
Ara Agrippinensium
 (CCAA)

19 v. Chr. - nach 400




.
.

Gründungsphase bis 90 n. Chr
  • um 19 v. Chr. Ansiedlung der Ubier in der linksrheinischen Kölner Bucht und Gründung der Siedlung "Oppidum Ubiorum" (heutiges Köln) durch den römischen Statthalter Agrippa während dessen 2. Statthalterschaft in der Provinz Gallia (2. Statthalterschaft 20/19 v. Chr.).
  • 7 v. Chr. Die Römer beginnen mit dem verstärkten Ausbau des Oppidum Ubiorum.
  • ca. 9 v. Chr. Errichtung eines zentralen Heiligtums in der Oppidum Ubiorum (Ara Ubiorum), geweiht der Göttin Roma und dem römischen Kaiser
  • 9 n. Chr. Niederlage der Römer unter Varus gegen die Germanen unter Führung des Cheruskers Arminius im Germanengebiet rechts des Rheins ("Varus-Schlacht").
  • 13 n. Chr. Germanicus wird Statthalter der Provinz Gallia, zu der das römische Köln (Oppidum Ubiorum, ab 50 n. Chr. CCAA) gehört, und Kommandeur der Heere Nieder- und  .
  • 15 n. Chr. Geburt der Agrippina (die Jüngere) in der Oppidum Ubiorum als Tochter des Heerführers Germanicus und seiner Frau Agrippina (die Ältere); Agrippina (die Jüngere) ist Mutter des späteren Kaisers Nero und ab 49 n. Chr. Ehefrau des Kaisers Claudius. In dieser Rolle veranlasste sie den Kaiser, ihrer Geburtsstadt 50 n. Chr. den Rang eine Colonia zu verleihen.
  • 50 n. Chr. Erhebung der Oppidum Ubiorum zur röm. "Colonia Claudia Ara Agrippinensium" (CCAA) durch Kaiser Claudius auf Veranlassung  seiner Frau  Agrippina (Colonia = Stadt römischen Rechts).
Provinzhauptstadt 90 - um 285 n. Chr
  • um 90 n. Chr. Gründung der neuen Provinzen Germania Inferior (Nieder-Germanien) mit der Hauptstadt CCAA (Köln) und Germania Superior (Ober-Germanien) mit der Hauptstadt Moguntiacum (Mainz) im Zuge der Verwaltungsreform des Kaisers Domitian in den Gebieten der germanischen Heeresbezirke der Provinz Gallia.
  • ab um 90 n. Chr. Bau der römischen Stadtmauer.
  • 98 n. Chr. Trajan (damals Statthalter in Ober- und Nieder-Germanien) hält sich in der CCAA auf und erhält von Hadrian dort die Nachricht seiner Nachfolge auf den verstorbenen Kaiser Nerva (Regierungszeit Trajans 98 - 117)
  • um 100/120 Beginn des Baus des Obergermanisch-Raetischen Land-Limes als ca. 550 km lange Grenzbefestigung zum Germania magna (= Siedlungsgebiets der Germanen östlich des Rheins) vom Rhein bei Rheinbrohl (südlich von Bonn/Köln) bis zur Donau (bei Eining)
  • 122 Besuch des Kaisers Hadrian in Köln.
Spätrömische Periode um 285 - nach 400
  • 259/260 - ca. 271 CCAA (Köln) und ca. 271 - 274 Treveris (früher Augusta Treverorum - Trier -) sind Residenzstädte des vom Statthalter Postumus in Köln  gegründeten römisch-gallischen Sonderreiches  (Postumus wird erster Kaiser dieses Reiches und um 269 ermordet). 
  • um 300 im Zuge der Reformen des Kaisers Diocletian CCAA Hauptstadt der neu gegründeten Provinz Germania Secunda.
  • um 310 mehrfache Besuche des Kaisers Konstantin I  in Köln. Konstantin war ab 306 Caesar (Junior-Kaiser) im Westteil des während der römischen Tetrarchie aufgeteilten Imperiums und ab 324 Alleinherrscher im gesamten Imperium.
  • um 310 Bau einer Rheinbrücke und um 310 - 315 Errichtung des rechtsrheinischen Militär-Kastells Divitia  (im heutigen Stadtteil Köln-Deutz), veranlaßt von Kaiser Konstantin.
  • um 313 Maternus erster verbriefter Bischof Kölns (verbriefte Teilnahme an den Synoden 313 in Rom und 314 in Arles). Die erste christliche Gemeinde in Köln wird für das frühe 3. Jhdt. vermutet. 
  • 355 Franken erobern und zerstören Köln, das aber 356 zurück erobert wird.
  • nach 400  Abzug der römischen Truppen aus Germanien; ab um 420 wird die Colonia zunehmend eine fränkische Stadt.
  • um 455 Das vormalige römische Köln wird von den ripuarischen Franken (Rheinfranken) besetzt und ab ca. 460 deren Residenzstadt (1. König ab um 460/470: Sigibert von Köln). Das Kastell Divitia wird als fränkischer Königshof "Divitia Civitas" genutzt.

K

Das mitttelalterliche Köln

Cöllen
Mitte 5. Jhdt. - um 1500
+
frühe Neuzeit (bis 1794)



 



Fränkisches Köln Mitte 5. Jhdt. - Mitte 10. Jhdt.
  • Um 455 Das vormalige römische Köln wird von den ripuarischen Franken (Rheinfranken) besetzt und ab ca. 460 Residenzstadt deren Teilreiches (bis  507; erster König ab um 460/470: Sigibert von Köln).
  • 507 Der Merowinger Chlodwig I (König 482 - 511 ) wird in Köln (möglicherweise in der Kirche St. Gereon) zum König aller Franken ausgerufen; Köln fällt damit an das Frankenreich der Merowinger und 751 nach der Ablösung der Merowinger an das Frankenreich der Karolinger.
  • 795 Das Bistum Köln wird durch den Karolinger-König Karl den Großen (ab 800 Kaiser) zum Erzbistum erhoben; sein Berater Hildebold (Bischof seit  ca. 787)  wird erster Kölner  Erzbischof (795 - 818).
  • 843 fällt Köln mit der Aufteilung des Frankenreiches an das fränkische Mittelreich (Lotharingien) und 870 bis 911 mit der neuerlichen Aufteilung an das Ostfranken-Reich der Karolinger. 
  • 925 Das Herzogtum Lothringen (mit Köln) gehört nach einer zwischenzeitlichen Unterbrechung wieder dem Ostfrankenreich (als  Vorläufer des Römisch-deutschen Kaiserreichs und des späteren "Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation") zugeschlagen (unter Heinrich I, der als Vorbereiter des Deutschen Reiches gilt) . Damit beginnt der Aufstieg Kölns zur Handelsmetropole.
  • Spätestens ab um 940 erste mittelalterliche Stadterweiterung durch Einbeziehung der ehemaligen römischen Rheinvorstadt (nach neueren Ausgrabungsergebnissen vermutlich jedoch schon in spätrömischer Zeit /4. Jhdt. begonnen).
Kurfürstliches Köln Mitte 10. Jhdt. - Ende 13. Jhdt.
  • 953 Brun/Bruno I (Bruder des Königs/Kaisers Otto I) wird Erzbischof von Köln und im Auftrag des Königs Herzog von Lothringen. Bruno I ist somit in Köln als erster geistliches Oberhaupt seines Erzbistums und zugleich weltliches Oberhaupt seines Herzogtums und damit erster Stadtherr von Köln.
  • Ab 962 Köln gehört zum mit der Kaiserkrönung Otto I neu gebildeten Römisch-deutschen Kaiserreich (später" Heiliges Römisches Reich deutscher Nation").
  • Anfang 11. Jhdt. Das Fürstentum Köln erhält das Münzrecht.
  • 1028 Der Kölner Erzbischof erhält das Krönungsrecht im Heiligen römischen Reich für die in Aachen zu krönenden Könige; 1031 wird er auf Dauer Erzkanzler für Italien.
  • 1056 - 1075 Anno II Erzbischof von Köln, eine Phase mit weiteren wichtigen Stadtausbauten und Kirchen- und Stifts-Bauten.
  • Ab dem 11. Jhdt. wird das Erzstift Köln (Kurfürstentum Köln/ "Kurköln") mehrfach gebietsmäßig ausgeweitet.
  • 1074 Kölner Bürger rebellieren erstmalig gegen die weltliche Macht des Erzbischofs (Anno II); der Aufstand wird zwar blutig niedergeschlagen, der Selbstverwaltungswille der Kölner Bürger bleibt aber - wie sich später zeigt - erhalten.
  • 1106 Kaiser Heinrich IV verleiht den Kölnern  im Zusammenhang mit dem Machtkampf um die Krone mit seinem Sohn, Heinrich V., das Befestigungsrecht (allerdings noch in Befestigungs-Hoheit des Erzbischofs), ein wichtiger Schritt der Entwicklung zur Freien Reichsstadt. Ausgelöst wird damit die zweite Stadterweiterung mit einer ersten Umwallung.
  • 1130 Beginn der schriftlichen Archivierung der Kölner Geschichte in "Schreinsbüchern" (erstes Archiv 1409).
  • 1135 Das Haus der Bürger (Rathaus) wird erstmals erwähnt (als ersters Rathaus Europas). Ein Neubau erfolgt in der 1. Hälfte des 14. Jhdt.
  • 23.07.1164 Überführung der Reliquien der "Heiligen Drei Könige" durch den Erzbischof und Reichskanzler für Italien Reinald von Dassel (EB 1159 - 1167) von Mailand nach Köln. 
  • 1180 dritte mittelalterliche Stadterweiterung und Abschluss des mittelalterlichen Stadtumbaus sowie Beginn des Baus der mittelalterlichen Befestigungsanlage mit der großen Stadtmauer. 
  • Um 1200 bildet sich erstmalig ein Kölner Rat als Organ der Bürgerschaft neben der absolutistischen Macht des Fürstbischofs (eine größere Machtentfaltung des Rates folgt im Laufe des 13. und im 14. Jhdt.).
  • 15.08.1248 Grundsteinlegung für den gotischen Kölner Dom durch Erzbischof Konrad von Hochstaden (EB 1238 - 1261); Chorweihe 1322, Baustopp um 1530, Weiterbau und Fertigstellung 1842 bis 1880. 
  • 1248 Gründung der ersten Ordensschule auf deutschem Boden ("Studium Generale") durch Albertus Magnus.
  • 1259 Verleihung des Stapelrechts an die Kölner Bürgerschaft durch den Erzbischof Konrad von Hochstaden. Dies hatte große Bedeutung für den Handelsplatz Köln, denn damit hatten Köln und die Kölner Kaufleute bis 1831 das Umschlags- und ein 3-tägiges Erstzugriffsrecht auf alle insbes. auf dem Transportweg Rhein, aber auch auf dem Landweg in Köln zwangsweise umzuladenden Waren. 
  • 1262 Schlacht am Bayenturm der Kölner Bürger gegen den Erzbischof Engelbert II, der verliert und 1268 vertrieben wird. Der Bayenturm (am Südende der Stadtmauer) wird zum Freiheitssymbol der Kölner Bürger.
  • 15.10.1268 Schlacht an der Ulrepforte; der Versuch des Erzbischofs, in die Stadt zurückzukommen, wird von den Kölner Bürgern verhindert.
Köln als Freie Reichsstadt Ende 13. Jhdt. (1288) - um 1500 und frühe Neuzeit (bis 1794)
  • 1288 Schlacht von Worringen im Limburger Erbfolgestreit mit dem Sieg der Kölner Bürger an der Seite des Herzogs von Brabant und seiner Verbündeten gegen den Grafen Heinrich von Luxemburg im Bündnis mit insbes. dem Kölner Erzbischof/Kurfürsten. Köln wird danach de facto Freie Reichsstadt.Die Macht in der Stadt Köln geht an Patrizierfamilien (die Geschlechter) über. Köln bleibt aber Sitz des Metropolitan-Bistums.
  • Ab dem 13. Jhdt. (1257 bis 1803) gehört der Erzbischof von Köln/Kurfürst von Kurköln zu den 7 bedeutendsten Kurfürsten, die den römisch- deutschen König (mit der Anwartschaft auf das römisch-deutsche Kaisertum) küren dürfen. Dies waren: Die Fürstbischöfe von Köln, Mainz und Trier, der Pfalzgraf bei Rhein, der Herzog von Sachsen, der Marktgraf von Brandenburg und der König von Böhmen.
  • Mitte 14. bis 17. Jhdt. militärische Verbesserungen der Stadtmauer durch Vorfeldeinrichungen (2. Graben, Bollwerke und Bastionen).
  • 1350 - 1550 Zeit der Kölner Malerschule (Altkölner Malerei), eine herausragende Phase künstlerischen Schaffens in Köln (sozusagen Begründung der Kulturmetropole Köln; Gemälde dieser Epoche im Wallraf-Richartz-Museum). 
  • 1383 Erste Teilnahme Kölns an einem Hansetag der Städte-Hanse, einem Bund der Fernhandels-Städte (Handelstage seit 1356, letztes Treffen 1669). 
  • 1388 Gründung der Kölner Universität  (mit Prag, Wien und Heidelberg eine der ersten Unis im damaligen Reich und die erste von der Bürgerschaft begründete Uni in Deutschland). Zwischen 1798 und 1919 war die Uni Köln zwangsweise geschlossen.
  • 1396 Ende der oligarchischen Patrizier- (Geschlechter-) herrschaft; die 22 Gaffeln (Wahlgemeinschaften der Kaufleute und die Handwerkerzünfte, die sog. "Ämter") übernehmen die Macht. Die Rechte der Kölner Bürger ("Bürger" im damaligen Sinne, nicht im heutigen demokratischen Verständnis!) werden niedergelegt im Verbundbrief  vom 14.09.1396 (= erste städtische  Verfassung!). Die Gaffeln übernehmen auch die Verteidigungsaufgaben an der Stadtmauer.
  • 1409 Die seit 1130 gesammelten Archivarien werden im Rathausturm untergebracht, der damit zum Vorläufer des Historischen Archivs der Stadt Köln wird.
  • Um 1442 Stephan Lochner fertigt sein Gemälde "Altar der Stadtpatrone", das als Spiegelbild für das Selbstbewußtsein der Freien Reichsstadt gilt und heute im Dom ausgestellt ist.
  • 1447 Eröffnung des mittelalterischen repräsentativen Festhauses Gürzenich.
  • 1474 Die Stadt Köln erhält ihr eigenes Münzrecht und kann eigene Münzen prägen.
  • 19.09.1475 Kaiser Friedrich III erhebt Köln mit dem Reichsstadtprivileg nun auch de jure zur Freien Reichsstadt ("des heiligen Reiches  freie Stadt"); dieser Status bleibt bis zur Besetzung durch die Franzosen 1794 erhalten.
        nach 1500 *:
  • 1512/1513 Aufstand der Gaffeln gegen den Rat, Ergänzung des Verbundbriefes durch den Transfix-Brief.
  • Nach 1517 bleibt in Köln als einziger Reichsstadt und anders als z. B. in Nürnberg die Reformationsbewegung Martin Luthers ohne Wirkung; Köln bleibt katholisch.
  • 1553 Gründung der Kölner Börse.
  • Ab 1570 auf Plänen erstmals Darstellung des Kölner Bauers (als Symbol für die städtische Freiheit) und der Kölner Jungfrau (als Symbol  für die Treue zum Reich), heute Figuren des Dreigestirns im Kölner Karneval.
  • 1578 - 1589 Der flämische Barock-Maler Peter Paul Rubens  (*1577 Siegen - dorthin war seine Familie geflüchtet -, † 1640  Antwerpen) verbringt seine Kindheit in Köln. Die Familie wohnte in der damaligen Nobelstrasse Sternengasse im Pfarrsprengel von St. Peter (Pfarrkirche neben dem damaligen Stift St. Cäcilien), die auch seine Taufkirche war und in der sein Vater begraben wurde.
  • 1583 - 1588  Kölnischer (Truchsessischer) Krieg zwischen Truppen des zum Protestantentum gewechselten und deshalb abgesetzten Kölner Erzbischofs/Kurfürsten Gebhardt Truchsess von Waldburg mit in diesem Krieg siegreichen katholischen bayerisch-spanischen Truppen seines Nachfolgers Ernst von Bayern. Der Sieg der katholischen Truppen verhindert die Verwandlung von Kurköln in ein erbliches protestantisches Fürstentum. Der Nordwesten des Reiches bleibt katholisch! 
  • 1618 - 1648 Köln bleibt im 30-jährigen Krieg neutral und wird auch nicht erobert. 1632 wird Köln im Zuge des  Krieges von den Schweden bedroht (Besetzung der rrh. und damals noch selbständigen StadtDeutz).
  • Ende 17. u. 18. Jhdt.  vorübergehender wirtschaftlicher Niedergang und Verfall der Reichsstadt.
  • 1709 Der Italiener Johann Maria Farina gründet in Köln die erste Parfümfabrik der Welt; damit beginnt die weltweite Verbreitung des "Kölnisch Wassers".
  • 1794 Franz. Truppen besetzen Köln und beenden den Status Kölns als Freie Reichsstadt. Damit enden nun auch in Köln die mittelalterlichen Strukturen.
* In der frühen Neuzeit blieben in Köln die mittelalterlichen Strukturen zunächst weitgehendst erhalten, so dass Daten der frühen Neuzeit (ab um 1500) zum Teil auch dem Mittelalterlichen Köln zugeordnet werden können.


K
Das neuzeitliche Köln
öln heute
um 1500 - heute




Frühe Neuzeit um 1500 - 1794
Die Daten sind vorstehend unter "Das mitttelalterliche Köln" eingetragen.

Köln zur Franzosenzeit 1794 - 1814
  • 1794 Franz. Truppen besetzen Köln und beenden den Status Kölns als Freie ReichsstadtDamit enden nun auch in Köln die mittelalterlichen Strukturen.
  • 1797 In Köln erhalten auch die Protestanten die Bürgerrechte.
  • 1798 Die Franzosen schließen die 1388 gegründete Kölner Universität.
  • 1801 Eingliederung des Rheinlandes und damit auch Kölns in den franz. Staatenverbund. Die Kölner werden französische Staatsbürger. Das Erzbistum Köln und das Kurfürstentum Köln werden aufgelöst (Kurfürstentum linksrheinisch 1801 und rechtsrheinisch 1803).
  • 1802 Säkularisation in Köln durch die Franzosen mit Aufhebung aller Klöster und Stifte. Der kirchliche Besitz fällt an den Staat und  wird größtenteils an Bürger verkauft. Die Kloster- und Stiftskirchen (und damit 11 der heutigen 12 großen Romanischen Kirchen) werden in Pfarrkirchen umgewidmet; viele Kirchen werden geschlossen, viele abgerissen.
  • 1814 Ende der Franzosenherrschaft, Einmarsch der Preußen.
Preußisches Köln 1815 - 1918
  • 1815 Nach Auflösung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation (1806) wird Köln auf dem Wiener Kongreß ab 1815 dem Königreich  Preußen (Rheinprovinz) zugeteilt, wird Festungsstadt und neben Berlin wichtigste Stadt Preußens sowie mit der neuen Bistumsorganisation für Preußen ab 1821 auch wieder Erzbistum.
  • 1816 Beginn des Aufbaus der preußischen Festungsringe (innerer Ring ab 1816, äußerer Ring ab 1873).
  • 1823 Der Kölner Karneval wird reformiert und erhält seine heutige Form u. a. mit der Gründung des Festordnenden Komitees  - heute Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 - und erster Kölner Rosenmontagszug.
  • 04.09.1842 Grundsteinlegung für den Weiterbau  des um 1530 unterbrochen Baus des Kölner Doms.
  • 1848/1849 Köln ist eines der revolutionären Zentren der Deutschen Revolution ("März-Revolution"). Karl Marx übernahm am 15. Oktober 1842 die Redaktion der "Rheinischen Zeitung" und wurde 1848 Herausgeber der "Neuen Rheinischen Zeitung" mit  einer radikalen oppositionellen Ausrichtung.
  • 1857 Gründung des Gürzenich-Orchesters, des heutigen Hausorchesters der Kölner Philharmonie und der Kölner Oper in der Musikstadt Köln.
  • 1859 Einweihung der Dombrücke, der ersten festen Rheinbrücke nach der Römerzeit, und des Central-Personenbahnhofs Köln.
  • 1861 Eröffnung des ältesten Museums Kölns, des Wallraf-Richartz-Museums.
  • 1862 Nicolaus Otto begann in Köln mit der Entwicklung eines Viertakt-Motors, eine für die Motorisierung der Welt bahnbrechende Erfindung.
  • 15.10.1880 feierliche Einweihung des nunmehr fertiggestellten Kölner Doms durch den Kaiser Wilhelm I als nationales  Ereignis Deutschlands.
  • 1883 Beginn der neuzeitlichen Stadterweiterungen (nach Abriss der mittelalterlichen Stadtmauer 1881)
  • 1894 Einweihung des Kölner Hauptbahnhofes direkt neben dem Dom an der Stelle des mit der Dombrücke erstellten Zentral-Bahnhofes.
  • 1911 Einweihung der neuen Hohenzollernbrücke (anstelle der Dombrücke von 1859)
  • ab 1912 Aufbau der militärischen Fliegerstation Butzweilerhof, aus der ab 1926 der Kölner zivile Flughafen Butzweilerhof entstand.
Republikanisches Köln ab1918
  • 1917 Konrad Adenauer wird  zum Kölner Oberbürgermeister gewählt (OB 1917 - 1933). 
  • 1918 Nach Ende des 1. Weltkriegs gehört Köln zum Freistaat Preußen in der ersten deutschen Republik ("Weimarer Republik").
  • 1919 Die Kölner Universität wird nach der Schließung in der Franzosenzeit neu gegründet.
  • 1922 Gründung der Kölner Messegesellschaft.
  • 1923 Eröffnung des Müngersdorfer Stadions (mit u. a. der Hauptkampfbahn - heute RheinEnergie-Stadion -)
  • 1925 Staatliche Anerkennung der Musikhochschule Köln, eine  der größten und traditionsreichsten Musikhochschulen Europas. 
  • 1930 verlegte der Autobauer Ford den Sitz des Unternehmens von Berlin nach Köln, schloss 1931 sein Berliner Werk und nahm am 04. Mai 1931 die Produktion am neuen Standort in Köln-Niehl auf.
  • 1932 Einweihung der ersten deutschen Autobahn, der "Kraftwagenstrasse Köln - Bonn" (heute: BAB 555), durch den damaligen OB Konrad Adenauer.
  • 1933 Absetzung des OB Konrad Adenauer durch die Nazis.
  • Ab 1942 beginnen die flächendeckenden Bombenangriffe im 2. Weltkrieg auf Köln (erster großer Angriff 30./31.05.1942, der berüchtigte "1000-Bomber-Angriff"); Köln war zum Kriegsende fast völlig zerstört (die Innenstadt zu 90%).
  • 06.03.1945 Sprengung der Hohenzollernbrücke als letzter Rheinübergang durch deutsche Pioniere und Einmarsch amerikanischen Armee im linksrheinischen Köln und am 12.04.1945 Einnahme des rechtsrheinischen Köln durch die Amerikaner.
  • 15.08.1948 700-Jahr-Feier der Grundsteinlegung des Kölner Doms.
  • 1949 Köln gehört zum Bundesland Nordrhein-Westfalen der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland.
  • 1950 1900-Jahrfeier Kölns (Köln rechnet ab der Erhebung der römischen Siedlung 50 n. Chr. zur Colonia und nicht wie andere alte Städte ab der Gründung 19. v. Chr.).
  • 1957 Aufnahme des kommerziellen Flugbetrieb am vorher nur militärisch genutzten Flughafen Köln-Wahn.
  • 1962 Der 1. FC Köln wird zum ersten Mal Deutscher Fußball-Meister.
  • 1972 Der Kölner Dichter Heinrich Böll erhält den Literatur-Nobelpreis.
  • 1975 Gebietsreform mit dem Abschluss der 1883 begonnenen Stadterweiterungen.
  • 1975 Köln wird im Zuge der letzten Gebietsreform mit weiteren Eingemeindungen von umliegenden Gemeinden am 01.10.1975 vierte Millionenstadt Deutschlands. Mit der erfolgreichen Klage Wesselings gegen diese Eingemeindung nach Köln war jedoch der Status als Millionenstadt am 01.06.1976 vorübergehend wieder zu Ende (s. 2010).
  • 1986 Eröffnung der Kölner Philharmonie und des Museum Ludwig an der Dom-Südseite (anfangs noch zusammen mit dem in diesen Gebäudekomplex verlegten  Wallraf-Richartz-Museum).
  • 1988 Der Fernseh-Programmveranstalter RTL nimmt seinen Sendebetrieb in Köln auf; Köln wird zusammen mit dem WDR und den anderen Rundfunk-Veranstaltern zunehmend zur Medienmetropole ausgebaut.
  • 11.09.1998 Eröffnung der Kölnarena als große Multifunktionshalle Köln (seit 2008 leider wie inzwischen wohl unvermeidbar werbemäßig Lanxess-Arena genannt)
  • 1999 "Kölner Juni-Gipfel 1999", das EU-Gipfel-Treffen des Europäischen Rates  (03. - 04.06.1999) und danach der Weltwirtschaftsgipfel der Staats- und Regierungs-Chef der G 8-Staaten in Köln (18. - 20.06.1999)  (u. a. mit Bill Clinton/USA, Boris Jelzin/Rußland und Gerhard Schröder/Deutschland).
  • 2001 Eröffnung des Neubaus für das Wallraf-Richartz-Museum neben dem Gürzenich.
  •   2005 XX. katholischer Weltjugendtag in Köln (mit Besuch des Papstes Benedikt XVI.), ein Mega-Ereignis und wohl die bisher größte Veranstaltung in der Bundesrepublik überhaupt.
  • 2006 Köln ist einer der Austragungsorte der Fußball-WM 2006.
  • 03.03.2009 Einsturz des Gebäudes des Historischen Archivs der Stadt Köln mit noch nicht übersehbaren Folgen für das umfangreiche Archivgut, dem "Gedächnis der Stadt".
  • 2010 Köln wird im Mai 2010 nun auch nach der NRW-üblichen Zählweise mit nur den Erstwohnsitzen vierte Millionenstadt Deutschlands - und damit nun wohl endgültig - . Bereits im Dezember 1991 hatte Köln mit der hier üblichen Zählweise inkl. der Zweitwohnsitze die Million erreicht.
= Besonders wichtige Daten der Kölner Stadtgeschichte!
Daten ohne Gewähr.

Vollversion V siehe separate Seite!


  Kölner Impressionen:
Kölner Wappen
Wappen Köln
Kölner Impressionen/Altstadt
Altstadt vom Dom-Dach aus
Kölner Impressionen/Altstadt
Museum Ludwig vom Dom-Dach aus
Kölner Impressionen/Groß St. Martin
Rheingarten mit Groß St. Martin
Kölner Impressionen
Olympia-Museum und Schokoladen-Museum
Kölner Impressionen/Kranhäuser
Kranhäuser und Schokoladen-Museum
Kölner Impressionen
Ausblick vom Schokoladen-Museum aus   
Kölner Impressionen
von Köln-Poll (Severinsbrücke, rrh.) aus
Kölner Impressionen
von Köln-Poll (Severinsbrücke, rrh.) aus
Kölner Impressionen/St. Kunibert
  St. Kunibert
   (vorne: historisches Flugboot Do-24 ATT am 21.05.2006)
Kölner Impressionen
von Norden (Nähe Dom) aus
Kölner Impressionen
von Norden (Nähe Dom) aus
Kölner Impressionen
Kölner Impressionen
Kölner Impressionen/Rheingarten
 Rheingarten/Altstadt   
Rathausplatz Köln (vor Ausgrabungen)
Rathausplatz  **   
Kölner Impressionen/Dom und Museum Ludwig
  Dom/Museum Ludwig 
      
**  Platz z. Zt . durch Bau des Museums Archäologische Zone/Jüdisches Museum nicht zugänglich.

Informationen für Touristen sind im Köln-Info-Haus von KölnTourismus direkt gegenüber der Turmseite des Doms  zu erhalten.                   


Ein Nachtrag:
Die Kölner lieben und schätzen ihre Stadt und sind stolz auf die lange historische Tradition mit der über 2000-jährigen Geschichte und die kulturelle Vielfalt mit ihren vielen kulturellen Schätzen sowie auf die tolerante fröhliche Lebensart in dieser Stadt. Leider neigen Kölner und wohl auch die hiesige Verwaltung offenbar gelegentlich dazu, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, manchmal die Dinge laufen zu lassen und die Geschichte und die Schätze der Stadt nicht immer angemessen zu pflegen und zu präsentieren. Vor allem mit den auch marketingmäßig und touristisch so wichtigen "Produkten" Kultur und Stadtgeschichte sowie mit manchen historischen Denkmälern wird oftmals nicht angemessen umgegangen
, obwohl in letzter Zeit Verbesserungen zu erkennen sind. Siehe hierzu Mängelliste Kölner Denkmäler  . Allerdings waren in Köln auch immer kulturelle Stiftungen von großer Bedeutung; einige der bedeutenden Museen gehen auf Stiftungen zurück. Und manche Vereine kümmern sich um historische Denkmäler, so z. B. kümmerte sich um die Erforschung und den Erhalt der Stadtmauern und Festungsringe der Epochen in der 2000-jährigen Geschichte des befestigten Kölns der Verein Fortis Colonia.


Empfehlung des Autors Der Autor empfiehlt als jeweiliges Mitglied (bzw. Unterstützer) die Unterstützung der folgenden gemeinnützigen Vereine durch Mitgliedschaft und/oder Spenden:
    * Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig (Die Mitglieder unterstützen und fördern diese beiden Museen und haben freien Eintritt in beiden Museen!)
    * Förderverein Romanische Kirchen Köln (Die Mitglieder unterstützen u. a. maßgeblich Renovierungsarbeiten und Ausstattungam des Kichenensembles und erhalten außerdem jährlich das große wertvolle Jahrbuch des Vereins "Colonia Romanica")
    * Zentral-Dombau-Verein zu Köln von 1842 (Die Mitglieder unterstützen u. a. maßgeblich die umfangreichen Renovierungsarbeiten am Dom und erhalten außerdem jährlich das große wertvolle Jahrbuch des Vereins "Kölner Domblatt")
    * G Fortis Colonia - 2000 Jahre befestigtes Köln (mit seinen Arbeitsbereichen Römische Stadtmauer, Mittelalterliche Stadtmauer, Preußische Festungen)
    * G Förderverein Historischer Park Deutz
die sich um  wichtige und bedeutende Kölner Museen, Bauwerke und Denkmäler kümmern, sowie
    * Förderverein Herzzentrum Köln
    * Verein Deutsche Sprache (überregional)
G: tätig im Bereich der Stadtgeschichte

Anmerkungen des Autors
Die Seiten von "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt" sind mit dem einfachen, aber guten und empfehlenswerten Programm KompoZer unter Windows 7/10 erstellt und überarbeitet worden. Beste Ansichteinstellung im Internet-Explorer: unter Ansicht/Zoom 100 %, andere Browser entsprechend. Evtl. können Fehler beim Zeilenumbruch und/oder in Tabellen auftreten, für die sich der Autor ggf. entschuldigt. Fotos zumeist vergrößerbar durch Anklicken.

Der Inhalt der Web-Präsenz "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt" mit allen Rubriken, Themen und Anhängen ist vom Autor mit Allgemein- und Schulwissen sowie aus Erkenntnissen bei zahlreichen Rundgängen, Führungen, Vorträgen und ähnlichen Quellen erkundet und zusammengetragen worden, ohne dass hierfür alle Quellen benannt werden können. Im Einzelfall sind konkrete Zitate und/oder Quellen deklariert. Alle eigene Datenangaben ohne Gewähr! Sollten in Texten oder bei Datenangaben Fehler enthalten sein, bittet der Autor um einen Hinweis unter der Kontaktadresse.
Soweit per Verknüpfung oder Verweis auf andere Web-Auftritte hingewiesen wird, ist und war der Autor von "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt" an deren Erstellung nicht beteiligt und hatte somit auch keinen Einfluss auf deren Gestaltung und Inhalt. Für solche externe Texte und Abbildungen ist ausschließlich der jeweilige Anbieter/Autor verantwortlich. Im Zweifelsfall distanziert sich der Autor von "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt" von den Inhalten.
Fotos: Die Mehrzahl der Fotos sind vom Autor selbst erstellt worden. © dieser eigenen Fotos beim Autor! Eine nichtkommerzielle Weiterverwendung ist unter Nennung des Autors GL_Koeln mit hinterlegter Adresse www.koeln--geschichte-kultur-sport.com zulässig. Im Einzelfall  übernommene fremde Fotos sind als "gemeinfrei" oder mit einem Freigabevermerk des jeweiligen Autors/Urhebers unter dessen Nennung deklariert und sind nach bestem Wissen des Autors auch sonst nicht urheberrechtlich geschützt. Sollten dennoch im Einzelfall Urheberrechte betroffen sein oder die Deklarierung fehlen, wäre dies unbeabsichtigt. In diesem Fall wird um einen Hinweis gebeten.
Tabellen u. dgl.: © der eigenen Tabellen beim Autor! Nichtkommerzielle Weiterverwendung: Tabellen in den Anhängen
"Stil-Epochen der Malerei" und  "Antike Geschichte" sowie im Anhang "Datensammlung" auf Nachfrage, ansonsten unter Nennung wie bei Fotos.

GL_Köln/12.04.2017

vor



zurück
Startseite

Kölner Stadtgeschichte Kulturmetropole Köln
Sportstadt Köln



Kölninfos
kompakt

Römisches Köln
Mittelalterliches Köln
Neuzeitliches Köln
Historische Persönlichkeiten
Großveranstaltungen/
Ereignisse

Kölner Weihnachtsmärkte
Kontakt/
Links
Datensammlung "Kölner Stadtgeschichte"





Anhang
 
Antike Geschichte
Datensammlung

Mängelliste Kölner Denkmäler



Veto/Sprachsünden